111220_dk_symp_time_a5
Was sind die Parameter der Zeitlichkeit in Forschung, Wirtschaft und Kunst?
7. Februar 2012 SÜDPOL LUZERN 10-22 Uhr
Time Is on My Side!?
Alle reden vom „Raum“ und doch steht die Alltäglichkeit all zu häufig unter dem Regiment der „Zeit“. Bei allem Denken, Forschen und Handeln, spielt die zeitliche Struktur spätestens dann eine Rolle, wenn man in Prozessen, Förderungen und Funktionalitäten eingebunden ist und mit Terminen und Erwartungen hantiert. Zwischen Prozess- und Ergebnisorientierung spannt sich eine Kluft, die schwerlich in Tools des Prozessmanagements zu integrieren ist. Auch wenn die Instituionalisierung der Kunstforschung zum Beispiel das gesellschaftliche Bedürfnis nach transdisziplinärer Querdenkerei dokumentiert, steht die Praxis häufig quer zu strukturellen Logiken der Evaluation, des Berichtswesens oder auch nur der Kontierung in SAP.
Dem Überfluss des Wissens steht die Knappheit der Zeit gegenüber.
Und so sehr der Überfluss an Zeit zum gesellschaftlichen Mythos der künstlerischen, kreativen Freiheit gehört, so problematisch ist dieser Mythos bei der Akquirierung von Drittmitteln.
Das Symposion bildet den Startpunkt für ein Projekt, das sich aus der Perspektive der Kunstforschung mit dem Thema Prozessmanagement, also der strukturierten Organisation, Gestaltung und Evaluation von Forschungsprozessen, beschäftigt.
Wie geht man eigentlich mit Zeit um? Wie hält man notwendige Freiräume anschlussfähig? Und wie geht es eigentlich den Anderen damit?
Experten aus unterschiedlichen Bereichen und Disziplinen nähern sich dem Begriff Zeit und zeigen ihren Umgang damit. Und gleichsam wird das Symposion selbst zu einer Versuchsanordnung zum Thema: Es wird gesprochen, gekocht, organisiert, zugehört und gegessen. Einen ganzen Tag lang wird auf unterschiedlichen Ebenen Wissen produziert und Zeit verbraucht – bestimmt!
TeilnehmerInnen
Prof. Dr. Christof Baitsch, Organisationsberater, Zürich
Dr. des. Fabiana Cazzola, Kunstwissenschaftlerin, Basel
Jürg Halter, Dichter und Performancepoet, Bern
Dr. Christoph Kueffer, Biologe, Zürich
Charles Moser, Künstler, Luzern
Corinne Moser, Sozialwissenschaftlerin, Zürich
Prof. Dr. Hannelore Paflik-Huber, Kunsthistorikerin und Mathematikerin, Stuttgart
Claudia Plöchinger, Performance-Kuratorin, Hamburg
Jörg Wagner, Künstler, Giessen
Moderation
Armin Chodzinski und Julie Harboe
Ort.
SÜDPOL Luzern
7. Februar 2012
10 – 21 Uhr
Anmeldung
Wir bitten um Anmeldung bis zum 1. Februar. Sie erhalten dann genauere Informationen zu der Veranstaltung.
Gerne helfen wir Ihnen auch bei der suche nach einer Unterkunft.
Im Tagungsbeitrag von